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Jun 03

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Erster Praxistest: Medion GoPal S3867

Bei Aldi Süd wird es ab dem 6.6.2013 das Outdoor-Navigationssystem Medion GoPal S3867 zu kaufen geben. Bei Aldi Nord gibt es das Gerät bereits seit letzter Woche.
Ich konnte eines dieser Geräte erwerben und einem ersten Geocache-Praxistest unterziehen.

Umfangreiches Paket

Der Umfang des gelieferten Paketes ist sehr umfangreich. Vor allem die Fahrradhalterung springt ins Auge sowie das externe Akkuladegerät.
Medion GoPal S3867

Medion GoPal S3867

Da auf dem Gerät Karten von Deutschland und Österreich nur im Maßstab 1:100.000 vorinstalliert ist, findet man noch einen Gutschein für zwei Topografische Kartenausschnitt von 1:25.000. Das Gerät verfügt über einen internen Speicher von 7,35 GByte, w von bei Auslieferung bereits 4,61 GByte mit Kartenmaterial belegt sind. Zusätzlich kann man den Speicher mit einer Micro-SD-Karte erweitern und auch Karten von OpenStreet-Map nachträglich einbinden.

Sofort einsatzbereit

Die vorinstallierten Karten reichen jedoch schon aus um über Fußwege und Straßen zu einem Cache zu gelangen. Somit ist das Gerät sofort einsetzbar.
Nach der Eingabe eines Wegepunktes zeigt die Ansicht “Tripcomputer” die Richtung zum Ziel, die Entfernung, sowie Position und die GPS-Genauigkeit.
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Verwundert war ich, dass die Genauigkeit besser als bei meinem Garmin Etrex30 angezeigt wurde, der zusätzlich die russischen Satelitten zur Ortsbestimmung heranzieht. Das Medion-Gerät verfügt zusätzlich auch über einen 3D-Kompass, welcher auch bei einem Stillstand die Karte korrekt ausrichtet, eine Funktion die beim Geocaching recht nützlich ist.
Die Karte wirkt mit acht Navigationssymbolen auf den ersten Blick etwas überladen, doch schnell gewöhnt man sich an die Ansicht und die Bedienfunktionen. Wo Medion wohl noch Probleme hat, ist die Anzeige der Restenergie. Obwohl unter “Energieoptionen” unter dem Punkt “Einstellungen” die Batterie mit einer Ladekapazität von 50 % angezeigt wird, zeigt das Symbol in der Kartenansicht nur noch einen Balken an und ändert spontan die Balkenanzahl.

GC-Funktionen inklusive

Unter Extras findet man die Funktion “GPX-Import” und “GPX-Export”, welches das Geocacherleben stark vereinfacht, sowie diverse Geocache-Helfer, um Rätsel zu lösen.

Handhabung

Aber auch die manuelle Eingabe von Koordinaten ist gut zu durchzuführen. Ein akustisches Feedback beim Tippen auf den Touch-Screen würde das Eingeben aber vereinfachen.
Das Display lässt sich bei starkem Sonnenlicht leider nur schwer ablesen. Das Gerät scheint auch primär für den Einsatz per Bike ausgerichtet zu sein, was an Hand des Zubehörs ableiten kann. Hängt man sich das Gerät nämlich per Schlaufe um den Hals und blickt dann auf das Gerät, muss man dieses um 180 Grad drehen um nicht alles auf dem Kopf stehend zu sehen. Ein Schlaufenhalter am unteren Ende des Gerätes wäre sinnvoller gewesen, doch hier findet man den USB-Anschluß.
Medion GoPal S3867 vs. Garmin Etrex 30

Medion GoPal S3867 vs. Garmin Etrex 30

Am rechten Rand findet man zwei Druckknöpfe die man individuell belegen kann, was vor allem beim Wechsel von der Karten- zur Trippansicht und das Zoomen vereinfacht.

Fazit

Zum Preis von knapp 150 Euro erhält der engagierte Geocacher einen guten GPS-Empfänger mit Touchscreen-Funktionalität der vom Preis-Leistungsverhältnis stimmt und sich vor anderen namhaften Herstellern nicht verstecken muß. Auch der Geocache-Neuling wird sich schnell in die Bedienung des Geräts einfinden und damit schnell Erfolge aufweisen können.
Äußerlich wirkt das Gerät sehr stabil und ist laut Hersteller wasserfest (IPX7).

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://badengeocaching.de/blog/2013/06/03/erster-praxistest-medion-gopal-s3867/

5 Kommentare

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  1. Chris

    Hallo,
    ich stehe gerade vor der entscheidung ob ich mir das eTrex kaufe oder jetzt halt das von Aldi. Welches würdest du den mehr empfehlen? Ich möchte mit dem Navi Biken gehen und fertige Routen aus dem Netz nachfahren. Ich würde auch gerne gefahrene Strecken aufzeichnen. Ich hab gelesen das das eTrex die Karten sehr langsam aufbauen soll, aber die ablesbarkeit sehr gut ist bei Sonneneinstrahlung. Ist halt bei Touch nicht so gut, ist aber auch bei den Garmin Geräten so. Wichtig ist mir auch das ich frei erhältlische Karten auf das Gerät laden kann wie es ja beim Garmin möglich ist. AA Batterien haben beide was bei Mehrtages Touren wichtig ist.
    Was kannst du mir den jetzt aus deiner sicht empfehlen. Etrex oder lieber Medion

    1. Knacki's

      Hallo Chris,
      spontan würde ich für Radtouren eher zum Garmin etrex raten.

      Aus folgenden Gründen:
      - Beim Garmin kann man die Seitenreihenfolge frei konfigurieren. So stehen hier einige Features, wie Z.B. dr Tripcomputer zur Verfügung.
      - Beim etrex kann man OpenStreetmap-Karten verwenden, wie auch beim Medion. Man muss etwas “basteln”, aber es tut. Wenn man Original-Garmin-Karten verwendet, dann kann das Garmin-Gerät auch als Navigationsgerät genutzt werden, mit Der Anzeige von Abzweigungen, etc. wie im PKW. Ob das auch auch mit den freien Karten geht, habe ich noch nicht gestestet. Bei ebay bekommt man aber die Garmin-ToPo-Karten für Deutschland recht preiswert.
      - Die Anzeige beim Gamin ist zwar kleiner, aber besser im Sonnenlicht zu erkennen.
      - Der Joystick beim Garmin, der recht labil wirkt, ist bisher recht stabil.
      - Beim Garmin muß man die Fahrradhalterung dazu kaufen, diese ist aber recht stabil.
      - Um so mehr Kartenmaterial man im Garmin geladen hat, je höher der Detailgrad der Karten, um so langsamer wird das Garmin. Wenn man aber eine Karte geladen hat und sich dann mit dem Kartenausschnitt bewegt, sind die Aufbauzeiten für die Karten sehr gut. Verzögerungen konnte ich dann nicht mehr feststellen.
      - Die Lesbarkeit des Displays beim Garmin im Sonnenlicht ist besser, als beim Touchdisplay von Meddion. Dafür auch etwas kleiner. Die Bedienbarkeit beim etrex erfolgt über 3 Tasten und den Joystick, was am Anfang etwas Gewöhnungsbedürftig ist, aber dann schnell und gut zu bedienen ist.

      Ich selber verwende das etrex 10, etrex 20 und das etrex 30. Primär das etrex 30, und bin damit bisher sehr zu frieden. Langzeiterfahrung mit dem medion habe ich leider nich nicht. Auch kenn ich PC-Software beim Medion noch nicht, da ich noch im Urlaub bin.

      Mit einem Garmin etrex ist man sicher gut fürs Geocaching und Biken aufgehoben, wenn auch ein paar Euro teurer, als beim Medion-Gerät.

      Gruß

      Kai

  2. Andreas

    Hallo,

    ich habe das Medion seit Donnerstag. Außerdem benutzte ich noch ein Garmin etrex.

    Ich bin noch am testen und überlegen, ob ich es nicht zurückbringe:

    1. Wenn zuviele Caches geladen sind, reagiert das Gerät sehr träge bis gar nicht mehr. Hatte am Wochenenden 1500 Caches gespeichert da ging fast nichts mehr. Ladezeiten für die Listenerstellung dauerte mehrere Minuten.
    Jetzt habe ich 500 drauf, damit geht es. Aber selbst da hat man noch wartezeiten von gut 30 Sekunden für die Liste der Caches, Auswahl des CAches und dann nochmal 30 Sekunden für die Navigation. Je nacjhdem wo man sich gerade aufhält und welche Tour man macht, kann das schnell nerven.

    2. Ich habe es bis jetzt nicht geschafft, alle Caches in den Übersichtskarte angezeigt zu bekommen. Das würde eine Cache Runde sehr viel einfacher machen. Entweder es geht nicht oder ich habe was falsch gemacht.

    Gruß

    Andreas

  3. Bernhard

    In die engere Wahl würde ich auch das Garmin Oregon ziehen. Bei Amaz.. z.Zt. 214Euro für das 450t. Nach Firmwareupdate 16GB Karte problemlos möglich. Gpx mit tausenden Caches kein Problem. Mit OSM auch Routing möglich.

  4. Heinz

    Hallo zusammen,
    Den gopal benutze ich seit 3 Wochen. Nicht für’s cachen, sondern reine Orientierung im Gelände. Alte Tracks oder geplante Routen, auch wenn sie gelöscht werden, erscheinen weiter auf dem Display!
    Das stört mächtig. Da hilft auch kein Reset,geschweige denn ein Warmstart!
    Außerdem hängt sich der Kompass sehr häufig auf. Dann steht man da, und grübelt, welches nun die richtige Richtung ist, weil der Pfeil, der Tripkompass und der Pfeil des Höhenmessdisplay hängen. Auch hier hilft nur mehrmaliges ein und Ausschalten, was wiederum zur Folge hat, das man zig Tracks hat. Ob man die hinterher wieder zusammenbekommt weiß ich nicht.
    Weiterhin kann ich über den USB Stecker nur den Datentransfer machen.Ein Nachladen der Akkus über ein Solarmodul ist so nicht möglich!
    Batterien halten max. 3-4 Std! Wenn ich 2-3Tage im Gelände bin, habe ich also einen Bollerwagen mit Batterien dabei.:-((

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